Autor*innen: Glaeske, G.; | Zeitschrift: Dr. med. Mabuse, Frankfurt | Jahrgang: 33 | Heft: 1 | Seiten: 54 bis 55 | Erscheinung: 01.01.2008 | DOI: 10.3936/docid101245
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Abstract
Gestern war ich beim Arzt, beim Urologen. Ich bin in dem Alter. Der Termin war vor acht Wochen abgesprochen, es ging um eine Beratung: PSA-Test -ja oder nein. Ich bin Kassenpatient, aus Überzeugung und seit vielen Jahren. Die Praxis ist voll, es gibt zwei Wartezimmer. „Gehen Sie bitte in das linke Zimmer, höre ich, nachdem meine Chipkarte durchgezogen worden war. Der Patient hinter mir wird mit Namen begrüßt, hat keine Chipkarte und wird in das rechte Zimmer gebeten. Ich erhasche einen Blick hinein: gemütliche Sessel, vier andere Patienten, Espressomaschine auf dem Sideboard, Zeitschriften auf dem Tisch, offensichtlich für Privatpatienten! Ich gehe durch die linke Tür: Neben mir weitere neun Patienten, Holzstühle, etwas abgestandene Luft, zerlesene Illustrierte. Ich bekomme noch einen Platz, blättere in einer Zeitschrift, lese etwas über Novartis und bezahlte Ärztevergnügen und nicke ein.
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