Zeitschrift: Dr. med. Mabuse, Frankfurt | Jahrgang: 2 | Heft: 6 | Seiten: 17 bis 19 | Erscheinung: 29.06.1977 | DOI: 10.3936/docid110121
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Abstract
Der folgende Artikel befaßt sich mit dem Abhängigkeitsverhältnis der Frauen von medizinischen Experten vor allem im gynäkologischen Bereich, mit der fast totalen Kontrolle über Schwangerschaft, Geburt, Verhütung sowie dem Versuch vieler Frauen, sich dagegen zu wehren. In Selbsthilfegruppen der bestehenden Frauenzentren in Frankfurt sammeln sie Erfahrungen über steh selbst wie auch über die herkömmliche Gesundheitsversorgung. Die Schwangerengruppe des Eckenheimer Zentrums machte dabei z.B. die Erfahrung, daß eine Veröffentlichung über die Praktiken dieser Versorgung anscheinend der etablierten Medizin unerwünscht ist . . . Die Schwangerengruppe hatte an alle Entbindungsstationen der Frankfurter Krankenhäuser einen Fragebogen zwecks Erhebung von Daten für die Beratung verschickt. Der Fragebogen war ausgerichtet auf die Ermittlung der Geburtsbedingungen in den betreffenden Krankenhäusern, so z.B. Fragen zum Geburtsverlauf, zur Medikation während der Geburt, Einstellung der Ärzte zur psy-choprophylaktischen Geburtsmethode nach Lamaze etc. Diese Fragebögen sind samt und sonders in den Papierkörben der Kliniken verschwunden. Dies soll gar auf Absprache zwischen den Leitern der angeschriebenen Krankenhäuser beruhen. Ein Arzt in Büdingen drückte die Haltung der Medizinerschaft zu Aktionen von medizinischen Laien deutlich aus: er wolle seine Ruhe und seinen Frieden haben, und keine Revolution.
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