Autor*innen: Rebitschek, F.C.; | Zeitschrift: Dr. med. Mabuse, Frankfurt | Jahrgang: 40 | Heft: 11 | Seiten: 12 bis 13 | Erscheinung: 01.11.2015 | DOI: 10.3936/docid162803
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Abstract
Doch selbst wenn der Nutzen der Mammografie in Zusammenhang mit der „allcause mortality {Gesamtzahl der Sterbefälle in einer bestimmten Altersgruppe, unabhängig von der Ursache) durch zukünftige Studien mit längerer Laufzeit belegt würde, muss immer die Frage gestellt werden, was gleichzeitig auf der Schadenseite steht. Die Antwort: Fehlalarme und Überdiagnosen. Von 1.000 Frauen erhalten 100 Frauen innerhalb von zehn Jahren fälschlicherweise mindestens einen auffälligen Befund, der invasive Nachuntersuchungen zur Abklärung erforderlich macht und bei der Betroffenen vor allem auch mit Ängsten verbunden ist. Überdiagnosen sind hingegen all jene aufgedeckten Krebsvorstufen, die Zeit des Lebens der Frauen nicht in Erscheinung getreten wären und deren unnötige und belastende Behandlung überhaupt keinen Nutzen birgt. Fünf der 1.000 Frauen werden ohne Grund operiert und/oder bestrahlt, kurz überbehandelt.
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