Autor*innen: Gerhard Müller, Christoph Zulehner, Elfriede Fritz | Zeitschrift: Pflegewissenschaft, Hungen | Jahrgang: 13 | Heft: 2 | Seiten: 1 bis 1 | Erscheinung: 01.02.2010 | DOI: 10.3936/docid200092
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Abstract
Die akute Beinvenenthrombose mit der Gefahr nachfolgender Lungenembolien ist in der heutigen stationären Versorgung eine alltägliche Komplikation bei Patienten. Bedingt durch die international verfügbaren Leitlinien haben standardisierte Assessmentinstrumente zur Erfassung möglicher Risikofaktoren eine zunehmende Bedeutung im nationalen Pflegealltag erlangt. Nachdem die testtheoretischen Gütekriterien (Reliabilität, Validität) der deutschsprachigen Autar DVT Skala geprüft wurden, sollte nun die praktische Durchführbarkeit der Skala in vier Krankenhäusern evaluiert werden. Ziel der Pilotstudie war die Evaluierung der praktischen Durchführbarkeit der Einschätzung mit der deutschen Autar DVT Skala von thrombosegefährdeten Patienten im Krankenhaus. Als methodischer Ansatz für die Untersuchung wurde ein exploratives, quantitativ-deskriptives Querschnittdesign gewählt. An der Evaluierung nahmen 24 Pflegende aus zwölf verschiedenen Stationen teil. 13 Pflegende (54,2%) gaben eine Unterstützung in der Wahl präventiver Maßnahmen und 15 befragte Pflegende (62,5%) eine bessere Darstellung der Thrombosegefährdung der Patienten als Vorteil der Autar DVT Skala-D an. Zur vollständigen Einschätzung des Thromboserisikos wurden durchschnittlich sechs Minuten benötigt. Die Gesamtbeurteilung der praktischen Anwendbarkeit der Skala wurde mit einem Mittelwert von 2,4 (SD 0,96; XMed 2,0) bewertet. Die getestete deutsche Autar DVT Skala kann mit Einschränkungen als ein praktisch anwendbares Instrument für die Pflege beschrieben werden. Weitere Studien zur deutschen Version der Autar DVT Skala sind zu befürworten.
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