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Wenn der Patient „Nein“ sagt. Impuls für eine veränderte Sicht auf behandlungsverwehrendeEntscheidungen und das daraus resultierendePotenzial für die Pflege am Beispielder Patientenverfügung

Autor*innen: Ilona Biendarra, Marc Weeren   |   Zeitschrift: Pflegewissenschaft, Hungen   |   Jahrgang: 11   |   Heft: 1   |   Seiten: 1 bis 1   |   Erscheinung: 01.01.2008   |   DOI: 10.3936/docid200333


Abstract

Zunehmend müssen am Krankenbett ethische Entscheidungen getroffen werden, weil beispielsweise eine Patientenverfügung ärztliches Handeln zu beschränken sucht. Die Aktualität dieses Themas aufgreifend wird aufgezeigt, dass zwar die kritischen Meinungen hierzu berechtigt sind, dabei aber das Moment des Wählen- Müssens, welches mittlerweile auch in der Medizin angekommen ist, nicht ausreichend gewürdigt wird. Nur der Patient, als Experte für sein Leben in Gesundheit und Krankheit, kann und muss die Grenze ziehen, ab wann für ihn ein eudämonisches Minimum nicht mehr gegeben ist. Hierbei wird die Patientenverfügung als Ausdruck einer Wahl im Horizont von Krankheit als Bildungsereignis reflektiert und als Ergebnis eines krankheitsspezifischen Bildungsprozesses gesehen. Aufgrund des engen Zusammenhanges von Bildung und autonomer Sorge schließt der Beitrag mit der Skizierung einer pflegerischen Beratung als Denkhilfe im Sinne der philosophischen Praxis.


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