Autor*innen: Monika Klünder, Kerstin Witt-Gülpen | Zeitschrift: Pflegewissenschaft, Hungen | Jahrgang: 10 | Heft: 12 | Seiten: 1 bis 1 | Erscheinung: 01.12.2007 | DOI: 10.3936/docid200345
Hinweis: Der Download des Artikels (PDF-Format) ist sofort nach dem Kauf/Zahlung möglich.
Den Download können Sie in Ihrem Kundenkonto unter https://hpsmedia-verlag.de/my/orders/ vornehmen.
Abstract
Der tief greifende Strukturwandel im Gesundheitswesen und der damit einhergehende Wandel in den Tätigkeitsfeldern der Pflege erfordert, umfassendere Kenntnisse über die Entscheidungsund Aushandlungsprozesse im Bereich der häuslichen Pflege zu erlangen. Im Rahmen einer qualitativen Längsschnittstudie ist daher der Frage nachgegangen worden, welchen Einfluss beruflich Pflegende auf die Selbstbestimmungsmöglichkeiten alleinlebender Pflegebedürftiger haben und ob es einen Zusammenhang zu deren Qualifikation gibt. Als empirische Basis dienten leitfadenorientierte Interviews mit neun Pflegebedürftigen und den sie versorgenden beruflich Pflegenden. Im Ergebnis werden die Selbstbestimmungsmöglichkeiten der Pflegebedürftigen gefördert, wenn es den beruflich Pflegenden gelingt, Nähe und Distanz in der Pflegebeziehung auszubalancieren, netzwerkorientiert zu arbeiten, Kompromisse in der Interaktion auszuhandeln, sowie eine Ausgewogenheit von Unterstützung und Achtung der Selbstbestimmung zu finden. Wie die beruflich Pflegenden solche professionellen Pflegebeziehungen gestalten, so zeigt die Untersuchung, ist von ihrer Qualifikation abhängig. Den Pflegefachkräften gelingt die professionelle Beziehungsgestaltung besser als den Pflegehelfern.
Dieser Artikel ist mit einem Online-Abonnement via CareLit Complete sowie über die Rechercheoberfläche der Fachzeitschrift zugänglich.