Autor*innen: Uwe Raven | Zeitschrift: Pflegewissenschaft, Hungen | Jahrgang: 10 | Heft: 3 | Seiten: 1 bis 1 | Erscheinung: 01.03.2007 | DOI: 10.3936/docid200402
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Abstract
Die Verwissenschaftlichung der Pflege und die Akademisierung des pflegerischen Berufsfeldes haben bis dato noch nicht zu einer konsistenten Ausformung und Vermittlung einer neuen beruflichen bzw. professionellen Identität geführt. Auch die bisherige Einbettung des Pflegeberufs in den Rahmen einer revidierten Professionstheorie ist unvollständig erfolgt. Ein konsequentes Aufgreifen dieses nunmehr krisentheoretisch erweiterten Ansatzes stellt der Pflegewissenschaft als Disziplin nicht nur die begrifflichen Grundlagen einer strukturalen Theorie pflegerischen Handelns zur Verfügung, sondern eröffnet dem Berufsfeld Pflege auch die Chance für die Entwicklung eines „professional point of view“. Die eine solche Entwicklung maßgeblich tragende pflegepädagogische Methode ist – neben der Vermittlung gesicherten pflegefachlichen Wissens – die sequenzanalytische Rekonstruktion pflegerischer Praxisfälle. Die in der interventionspraktischen Handlungskompetenz zum Ausdruck kommende widersprüchliche Einheit von „Theorieverstehen“ und „Fallverstehen“ und die damit einhergehende Autorisierung zur stellvertretenden Krisenbewältigung sind die zentralen Konstitutiva aller Pflegeberufe und zugleich der Ansatzpunkt für eine grundlegende Neuorientierung der Diskussion um die Integration der pflegeberuflichen Ausbildung.
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