Autor*innen: Klaus Müller | Zeitschrift: Pflegewissenschaft, Hungen | Jahrgang: 10 | Heft: 3 | Seiten: 1 bis 1 | Erscheinung: 01.03.2007 | DOI: 10.3936/docid200408
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Abstract
Praktische Pflegeausbildung wird heute vielerorts immer noch verstanden als „Mitnehmen“ von Schülerinnen und „geplante Anleitungen“ durchführen. Im Mittelpunkt solcher Anleitungen stehen meist praktische Tätigkeiten bzw. Fertigkeiten, oder aber auch die umfassende Versorgung eines Menschen mit Unterstützungsbedarf, die dann oft in optimaler Art und Weise von der Auszubildenden vorzuführen ist. Praktische Ausbildung ist jedoch weit mehr! Die Auszubildenden lernen nicht nur vom Betreten bis zum Verlassen des Arbeitsbereichs durch das, was sie erleben, interpretieren und worauf sie reagieren. Selbst noch bei der reflexiven Verarbeitung der Erlebnisse des Tages nach Feierabend z. B. im Gespräch mit Freundinnen wird gelernt. Reflexive Prozesse stellen sich dabei als zentraler Motor des Lernens und der Entwicklung von Kompetenzen dar. Das Lernen durch Reflexion sollte für die praktische Ausbildung stärker genutzt werden, weil es für die Entwicklung beruflicher Handlungskompetenz eine große Bedeutung hat. Lernaufgaben und Gesprächsleitfäden, die über gezielte Fragen das Nachdenken über das eigene Handeln einerseitsüber das eigene Lernen andererseits auslösen, erweisen sich als geeignete Instrumente, um reflexive Prozesse in der praktischen Pflegeausbildung zu verankern.
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