Autor*innen: Jürg Brühlmann | Zeitschrift: Pflegewissenschaft, Hungen | Jahrgang: 8 | Heft: 11 | Seiten: 1 bis 1 | Erscheinung: 01.11.2005 | DOI: 10.3936/docid200526
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Abstract
Wenn Praxislehrpersonen unterrichten, bleibt das eingesetzte implizite und explizite Wissen für beobachtende Studierende meist nur schwer erkennbar. Berufliches Handeln wird deshalb meist in Vorund Nachgesprächen sowie manchmal auch über Videoaufnahmen transparent gemacht und reflektiert. Die Lernmöglichkeiten in der berufspraktischen Situation könnten noch intensiver genutzt werden, wenn Lehrpersonen ihr handlungssteuerndes Wissen bereits während der berufspraktischen Situation für ihre beobachtenden Studierenden zugänglich machen. Die hier vorgestellte Ausbildungsmethode „Modeling mit Metalog“ ermöglicht den Studierenden eine simultane Verarbeitung von professionell fokussierter Wahrnehmung und situativer Reflexion bereits im Kontext der beobachteten beruflichen Situation. Handlungsleitendes und meist implizites Wissen wird explizit gemacht und mit dem Kontext verknüpft. Die Beobachtung der Studierenden wird gelenkt. Die Erfahrungen in der Weiterbildung von mehreren hundert Praxislehrpersonen in der Schweiz und in Südtirol zeigen erfreuliche Ergebnisse: Die Praxisaus-bildnerinnen erleben die Ausbildungsmethode meist als professionelle Herausforderung anregend für die berufliche Reflexion. Die Studierenden fühlen sich durch die neue Intensität der beobachteten Situation angesprochen und integriert. Die Methode eignet sich besonders für neue Situationen, ist sehr ergiebig für den Lernprozess und schont die personellen Ressourcen der ausbildenden Berufspraxis.
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