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ICNP und NANDA – zwei sichergänzende Terminologien?

Autor*innen: Ursula Hübner, Carsten Giehoff   |   Zeitschrift: Pflegewissenschaft, Hungen   |   Jahrgang: 6   |   Heft: 11   |   Seiten: 1 bis 1   |   Erscheinung: 01.11.2003   |   DOI: 10.3936/docid200710


Abstract

NANDA und ICNP codierte Diagnosen werden häufig als sich gegenseitig ausschließend und konkurrierend angesehen. Im deutschen Sprachraum kommt die Kritik an der NANDA hinzu, sie berücksichtige nicht die Besonderheiten der deutschsprachigen Pflegekultur. Um die NANDA Diagnosen im deutschsprachigen Raum als Frontendterminologie in computergestützten Systemen einzusetzen, muss ihre Praxistauglichkeit quantitativ nachgewiesen werden. Aus 40 handschriftlichen Pflegedokumenten unterschiedlicher Einrichtungen identifizierten examinierte Pflegekräfte zunächst Pflegediagnosen, die sie dann nach NANDA codierten, um dann ein Urteil über die Codierungsqualität abzugeben. Es zeigte sich, dass 75% dieser Urteile entweder "sehr gut" oder "gut" waren, d.h. die Pflegediagnosen konnten zufriedenstellend nach NANDA codiert werden. Das Ergebnis ist relevant für die Auswahl von Frontendterminologien für computergestützte Systeme. Aus unserer Sicht ist ein wissenschaftlich fundiertes und weit verbreitetes Frontend wie die NANDA Diagnosen einem institutionsspezifischen Katalog vorzuziehen. Einerseits hat man die Gewissheit, dass die Begriffe von der NANDA gepflegt und nach neuen Erkenntnissen erweitert werden, andererseits erspart sich die Einrichtung den mühsamen Prozess der Erstellung und Pflege eigener Kataloge


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