Autor*innen: Marcus Ehmann | Zeitschrift: Pflegewissenschaft, Hungen | Jahrgang: 5 | Heft: 12 | Seiten: 1 bis 1 | Erscheinung: 01.12.2002 | DOI: 10.3936/docid200777
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Abstract
Bei der praktischen Anwendung des RAI-Systems in einer Einrichtung der stationären Altenhilfe wurden folgende Erfahrungen gemacht: Für Pflegeeinrichtungen, die ihre Arbeit auf Grundlage eines ganzheitlichen Menschenbildes leisten, und denen die Förderung von Unabhängigkeit und Wohlbefinden ihrer Bewohner wichtig ist, ist das RAI-System ein geeignetes Verfahren zur Erarbeitung einer Pflegeprozessplanung. Die Anwendung des RAI-Systems trägt dazu bei, die Beobachtungsfähigkeit der Mitarbeiter zu schulen und im Wege des Praxistransfers das Fachwissen zu vertiefen. Durch diese Mechanismen fördert das RAI die Professionalisierung pflegerischer Mitarbeiter. Das RAI gibt Anstöße zur Verbesserung in der Pflege, indem es zur permanenten Reflexion pflegerischen Handelns beiträgt. Es fördert einen individuellen Umgang mit den Bewohnern. Psychopharmaka- Gaben werden verringert. Auch auf betrieblich/organisatorischer Ebene konnten positive Erkenntnisse gewonnen werden: Leistungsgerechte Höhergruppierungen im Rahmen der Pflegeversicherung werden frühzeitiger in die Wege geleitet. Im Bereich freiheitsbeschränkender Maßnahmen kann eine Verbesserung der rechtlichen Absicherung erreicht werden. Durch die intensive Auseinandersetzung mit Bewohnern im Rahmen der RAI-Bearbeitung entwickelt sich ein gemeinsames Pflegeverständnis. Anhand der Erfahrungen in der Praxis lässt sich das Fazit ziehen, dass mit der Anwendung des RAI ein wichtiger Beitrag zur Verbesserung der Pflegequalität geleistet werden kann
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