Autor*innen: Perdita Neumann, Jörg Klewer | Zeitschrift: Pflegewissenschaft, Hungen | Jahrgang: 13 | Heft: 12 | Seiten: 1 bis 1 | Erscheinung: 01.12.2010 | DOI: 10.3936/1056
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Abstract
Jugendliche bzw. junge Erwachsene, die einen sozialpflegerischen Beruf erlernen, sollen nach Abschluss der Ausbildung Kinder, Jugendliche, Erwachsene, alte Menschen, aber auch behinderte Menschen hinsichtlich geeigneter Maßnahmen zur Erhaltung und/oder Verbesserung ihres Gesundheitszustandes anleiten und beraten. Die Ausbildung vermittelt ihnen das erforderliche Wissen, um der damit einhergehenden Vorbildfunktion im Bezug auf das eigene Gesundheitsverhalten gerecht werden zu können. Um festzustellen, inwieweit die Auszubildenden diesem Anspruch gerecht werden können, wurden Auszubildende im sozialpflegerischen Bereich hinsichtlich ihres Gesundheitsverhaltens befragt. Dafür wurde ein Fragebogen verwendet, der Fragen zu Rahmenbedingungen in der Ausbildung, aber auch zu gesundheitsförderlichen und gesundheitsgefährdenden Verhaltensweisen enthielt. In die Erhebung wurden 602 Auszubildende aller Schulabschlüsse einbezogen. Die Beteiligung lag bei 77,2 %. Insgesamt fand sich eine Raucherquote von über 50 %, die damit über dem bundesdeutschen Durchschnitt lag. Ebenso fanden sich für die Altersgruppe der 18 – 25-Jährigen typische Risikoverhaltensweisen und -kombinationen, die die Ergebnisse anderer Studien bestätigen. Ein weiteres Ergebnis der Studie war, dass für die Beziehung zwischen der eigenen Gesundheit und dem damit verbundenen Gesundheitsverhalten sowohl das Alter als auch die Schulbildung nicht von Bedeutung sind. Insgesamt wurden die Auszubildenden der Vorbildfunktion im Bezug auf das Gesundheitsverhalten und dem Anspruch anderen dieses glaubhaft zu vermitteln nicht gerecht.
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