Autor*innen: Christine Riesner, Wilfried Schnepp, Angelika Zegelin | Zeitschrift: Pflegewissenschaft, Hungen | Jahrgang: 14 | Heft: 7 | Seiten: 1 bis 1 | Erscheinung: 01.07.2011 | DOI: 10.3936/1096
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Abstract
Der ambulante Versorgungssektor ist in Deutschland auf die Erfassung und Erfüllung der Bedarfe bei Demenz nicht ausgerichtet. Das schottische Bedarfs-Assessment CarenapD (Care Needs Assessment Pack for Dementia) erfasst Bedarfe demenzerkrankter Menschen und leitet in einen Hilfeplan über. Der Bedarf pflegender Angehöriger wird ebenfalls erfasst. In einem Praxistest wird nach der Übersetzung die Anwendbarkeit und Praktikabilität des Assessments CarenapD aus Sicht von Anwendern geprüft. Ebenso wird geprüft, wie die gemeindenahe Versorgung aus der Assessment-Anwendung heraus dargestellt wird. Die Studie erfolgt anhand eines Convergent Mixed Methods Design. CarenapD wird durch 12 MitarbeiterInnen verschiedener Leistungsanbieter und drei MitarbeiterInnen des Medizinischen Dienstes der Kassen im Abstand von ca. vier Monaten bei 55 Personen mit Demenz zweimal angewendet. Ein Fragebogen und Analysen der Assessment-Ergebnisse liefern Ergebnisse zur Anwendbarkeit und Praktikabilität des Assessments. Diese werden von den Anwendern selbst als gut gewertet. Die Einbeziehung von Menschen mit Demenz in den Assessmentprozess gelingt allerdings nicht ausreichend und die Bedarfseinschätzung zeigt, dass die Kommunikation mit der Familie verbesserungsbedürftig ist. Für einen gelingenden Assessmentprozess zur Bedarfserhebung und -erfüllung müssen weitere Schritte der Verbesserung unternommen werden.
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