Autor*innen: Thomas Boggatz | Zeitschrift: Pflegewissenschaft, Hungen | Jahrgang: 14 | Heft: 7 | Seiten: 1 bis 1 | Erscheinung: 01.07.2011 | DOI: 10.3936/1099
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Abstract
Gesundheitsförderung im Alter trägt zum Erhalt von Lebensqualität und Selbstständigkeit in dieser Lebensphase bei. Sie kann nur gelingen, wenn die Einstellungen älterer Menschen beachtet werden. Es war das Ziel dieser Studie, die unterschiedlichen Typen von Einstellungen zur Gesundheitsförderung aus der Perspektive der älteren Menschen selbst zu identifizieren. Hierzu wurde eine qualitative Studie im Rahmen eines gemeinwesenorientierten Projekts in Essen (Ruhr) durchgeführt. Die Datensammlung erfolgte mit Hilfe halbstrukturierter Leitfadeninterviews und die Auswertung orientierte sich an der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring. Es wurden fünf unterschiedliche Typen von Einstellungen identifiziert: „Nicht-Interesse“, „Gesunderhaltung durch normale Lebensweise“, „Krankheitsbedingte Maßnahmen“, „Fitnesswunsch“ und „Vitalitätssteigerung und Ganzheitlichkeit“. Teilnehmer vom Typus „Gesunderhaltung durch normale Lebensweise“ ließen dabei ein Interesse an Gesundheitsförderung erkennen, obwohl sie keine expliziten Maßnahmen für ihre Gesundheit durchführten. Hierzu kann es unterschiedliche Gründe geben, die eine differenzierte Betrachtung der einzelnen Person notwendig machen. Eine Gesundheitsförderung, die sich ausschließlich auf explizite Maßnahmen fokussiert, läuft Gefahr, das diesbezügliche Verständnis der älteren Menschen selbst zu ignorieren.
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