Autor*innen: Markus Grebe, Eva Marr, Ulrike Seay, Thilo Schlott | Zeitschrift: Pflegewissenschaft, Hungen | Jahrgang: 15 | Heft: 6 | Seiten: 1 bis 1 | Erscheinung: 01.06.2012 | DOI: 10.3936/1158
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Abstract
Die Borreliose gilt in der nördlichen Hemisphäre als eine der häufigsten durch Zecken übertragenen Infektionskrankheiten. Die Borreliose kann oft nicht eindeutig diagnostiziert werden, insbesondere wenn klassische Zeichen wie die Wanderröte fehlen. Folglich entwickeln viele Infizierte nach Jahren oder Jahrzehnten chronische Krankheitsverläufe, die zukünftig auch in der Pflege von wachsender Bedeutung sein könnten. In der vorliegenden Arbeit wird der Versuch unternommen, bei verschiedenen PatientInnen den Krankheitsverlauf in der Zeit von den ersten Symptomen bis hin zur Diagnose unter gesundheitlichen und soziopsychologischen Aspekten zu beschreiben. Hierfür wurde eine Methodik benutzt, die aus vier qualitativen Interviews und anschließender Befragung mittels eines hierzu konstruierten Fragebogens bestand. An 175 Borrelioseerkrankte in der Bundesrepublik Deutschland wurde ein Fragebogen versandt, 86 nahmen an der Befragung teil (Rücklaufquote 49%). Zur Auswertung konnten letztlich 65 Fragebögen eingeschlossen werden. Die Ergebnisse zeigen, dass eine ernst zu nehmende Zahl an Borrelioseerkrankten einen andauernden, im Krankheitserleben chronifizierten Krankheitsverlauf aufweist, beginnend mit den ersten Symp-tomen bis zur endgültigen Diagnose. Die vielschichtigen Belastungsfaktoren im sozialen sowie beruflichen Kontext verweisen trotz individueller Leidenswege im Krankheitsgeschehen auf einen erhöhten Forschungsbedarf für die PatientInnengruppe Borrelioseerkrankter mit langwierigem Verlauf für die Bereiche Versorgung und Pflege.
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