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Migration, Pflegebedürftigkeit und Demenz – ein Versuch einer Standortbestimmung

Autor*innen: Arthur Drewniok   |   Zeitschrift: Pflegewissenschaft, Hungen   |   Jahrgang: 17   |   Heft: 7   |   Seiten: 1 bis 1   |   Erscheinung: 01.07.2014   |   DOI: 10.3936/1264


Abstract

Nach aktuellen Daten, haben ca. 1, 5 Millionen Menschen über 64 Jahre in Deutschland einen Migrationshintergrund. Epidemiologische Zahlen zu Pflegebedürftigkeit und Demenz stehen nur ansatzweise zur Verfügung. In diesem Papier soll der Versuch unternommen werden, anhand vorliegender demografischer Bevölkerungsdaten, die Prävalenzzahlen zu Pflegebedürftigkeit und Demenz in den statistisch größten Bevölkerungsgruppen mit Migrationshintergrund einzuschätzen. Die Berechnungen ergeben, dass ca. 146. 000 pflegebedürftige und 105. 000 an Demenz erkrankte Personen mit Migrationshintergrund im Alter von über 64 Jahren in der Bundesrepublik Deutschland leben könnten. Diese besonders vulnerable Gruppe innerhalb der deutschen Bevölkerung ist den Berechnungen zufolge, im Vergleich zu Einheimischen, durchschnittlich jünger, wobei es unter den betrachteten Bevölkerungskohorten deutliche Unterschiede gibt. Die demografische Situation weist darüber hinaus auf eine massive Zunahme der Prävalenzzahlen in den nächsten Jahren hin. Es besteht daher ein dringender Handlungsdruck, um bedarfsgerechte Präventionsund Versorgungsstrukturen für ältere Menschen mit Migrationshintergrund aufzubauen.


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GESUNDHEIT ENTWICKLUNG ALTER GRUPPE DEMENZ VERGLEICH DEUTSCH MIGRATION ALTERSGRUPPE
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