Autor*innen: Susanne Knüppel Lauener, Univ.-Prof. Dr. Wilfried Schnepp, Prof. Dr. Lorenz Imhof | Zeitschrift: Pflegewissenschaft, Hungen | Jahrgang: 17 | Heft: 12 | Seiten: 1 bis 1 | Erscheinung: 01.12.2014 | DOI: 10.3936/1277
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Abstract
Postnatale Depressionen (PnD) sind eine der häufigsten Komplikationen bei Müttern nach der Geburt. Über 50 % der PnD werden nicht erkannt. Diese Studie untersucht, wie sich ein zweistufiges Screening Verfahren, angewendet im Rahmen einer aufsuchenden pflegerischen Grundversorgung, bewährt. Dafür haben in der Schweiz Mütterund Väterberaterinnen das Patient Health Questionnaire-2 und die Edinburgh Postnatal Depression Scale eingesetzt. Es wurde ein deskriptives komparatives Studiendesign verwendet. 635 Frauen wurden angefragt und 34 Frauen hatten Anzeichen auf eine PnD (5. 5 %). Die Wahrscheinlichkeit eine PnD zu entdecken, erhöht sich bei einer zweiten oder weiteren Beratung (RR=2. 24, p=. 012) und bei Frauen mit problematischen Schwangerschaften und/oder Geburten (RR=2. 41, p=. 040). Andere Eigenschaften haben keine signifikanten Unterschiede gezeigt. Der Einsatz von Screening Instrumenten ist abhängig von den Bedingungen der Durchführung. Weitere Untersuchungen zu ihrer Verwendung sind angesichts zunehmender Standardisierung der Pflege wichtig, um die Bedürfnisse der Pflegeempfänger nicht aus den Augen zu verlieren.
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