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Organisation eines innerklinischen Notfallmanagementsystems

Autor*innen: Andreas Schäfer, Dr. Erwin Ludwig, Patrick Müller-Nolte, Carsten Hohmann   |   Zeitschrift: Pflegewissenschaft, Hungen   |   Jahrgang: 19   |   Heft: 1   |   Seiten: 1 bis 1   |   Erscheinung: 05.10.2016   |   DOI: 10.3936/1352


Abstract

Ungefähr 80% der innerklinischen Notfälle sind vermeidbar, die Überlebenschance für innerklinische Reanimationen liegt bei 20%. Dieses Konzept entstand als Studien-Transfer-Projekt für die Bachelorarbeit des Autors. Das Projekt umfasste die Ermittlung des Klientels mit einem besonderen Risiko für ein schweres Ereignis während des Krankenhausaufenthaltes, die Mitarbeiterschulung, die Vereinheitlichung des Equipments, Erstellung eines Modified Warning Scores und Notfallprotokolls und Aufbau des Notfallteams. Untersucht wurde die Lernkurve der Mitarbeiter aus den Schulungen und die Häufigkeit der Reanimationsund Präventionseinsätze. Bezogen auf den Erkenntnisgewinn der Teilnehmer aus den Schulungen konnte gezeigt werden, dass es zwischen den drei Schulungsintervallen eine signifikante Zunahme der richtig beantworteten Fragen gab. Bei der Auswertung der Notfallprotokolle konnte gezeigt werden, dass insbesondere die Hauptfehlerquelle, das nicht Funktionieren des Notrufes, komplett beseitigt werden konnte. Bezogen auf die Reanimationseinsätze zeigte sich, dass es 2012 (Zeitraum Januar bis Juli) häufiger Reanimationseinsätze gab als in den Vorjahren. 2012 und 2010 (p=0. 078) und auch 2012 und 2011 (p=0. 202) unterscheiden sich jedoch nicht signifikant. Bezogen auf die Nicht-Reanimationseinsätze zeigte sich im Zeitraum Januar 2012- Juli 2012, dass es signifikant mehr Nicht-Reanimationseinstäze als im Jahr 2011 (p=0. 023) gab. Im Vergleich zu 2010 zeigt sich die gleiche Tendenz, der Unterschied ist jedoch zum Signifikanzniveau 0. 05 nicht signifikant (p=0. 085). Ursächlich hierfür kann der relativ kurze Untersuchungszeitraum sein, oder aber auch, dass nicht alle Stationen im Untersuchungszeitraum geschult werden konnten. Da dieses Projekt mit Abschluss des Studienzeitraumes nicht beendet wird, wird sich langfristig überprüfen lassen können, ob die gewünschten Effekte zu erreichen sind, nachdem alle Bereiche intensiv geschult wurden.


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