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Zum aktuellen Stand der Demenz-(Pflege-) Wohngemeinschaft in Deutschland – ein systematischer Vergleich mit Demenz-Wohnbereichen in der stationären Altenpflege

Autor*innen: David Leopold, Tugba Dik, Verena Hepting, Tobias Meis, Burkhard Werner   |   Zeitschrift: Pflegewissenschaft, Hungen   |   Jahrgang: 22   |   Heft: 8   |   Seiten: 1 bis 1   |   Erscheinung: 27.08.2019   |   DOI: 10.3936/1641


Abstract

Im Rahmen einer bundesweit repräsentativ angelegten Studie zur psychischen Belastung und Beanspruchung von Mitarbeitenden in der Langzeitpflege Demenzkranker wurden Infrastruktur-Daten der untersuchten Einrichtungen (Demenz-Wohnbereiche in Altenpflegeheimen: DWBs, und ambulant betreute Demenz-Wohngemeinschaften: DWGs) v. a. zur Kontrolle von Merkmalen erfasst, die einen Einfluss auf die Belastung der Mitarbeitenden haben könnten. Pflege-Wohngemeinschaften (PWGs), z. Zt. etwa 3.120 in Deutschland, haben in den letzten 10 Jahren an Zahl und Kapazitäten zugenommen. Von derzeit 2.500 DWGs darunter konnten wir mit 95 etwa 4 % in die Studie einbeziehen. Demgegenüber konnten knapp 3 % von ca. 3.000 in Deutschland in der stationären Altenpflege existierenden Demenz-Wohnbereiche (DWBs) einbezogen werden. Die Ergebnisse zeigen, dass sich die DWGs strukturell teilweise stark von den DWBs unterscheiden, die Klientel jedoch vergleichbar ist. DWBs hatten einen mittleren Pflegegrad von 3,9, DWGs einen von 3,84; die durchschnittliche Schwere der Demenz lag bei 2,3 bzw. 2,2. Hinsichtlich dieser beiden Indikatoren versorgen DWBs und DWGs also in etwa die gleiche Klientel. Die ambulant betreuten Demenz-Wohngemeinschaften verfügen jedoch insgesamt – unter Einbeziehung des für sie zuständigen Personals aus den ambulanten Pflegediensten und der direkt in den DWGs Beschäftigten über einen deutlich besseren Personalschlüssel (1,8 Personen-Köpfe bzw. 1,0 Vollzeit-Äquivalente je Bewohner) als die Demenz-Wohnbereiche (0,9 Personal-Köpfe bzw. 0,6 Vollzeit-Äquivalente je Bewohner). Auch der Pflegeschlüssel (dreijährig qualifizierte Pflegefachkräfte) liegt in den DWGs mit 0,26 VZÄ je Bewohner um ca. 20% über dem in den DWBs (0,21 VZÄ je Bewohner) (vgl. auch Werner, Leopold, 2018).


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