Autor*innen: Heike Lange, Désirée Gisch | Zeitschrift: Pädagogik der Gesundheitsberufe, Hungen | Jahrgang: 20 | Heft: 5 | Seiten: 1 bis 1 | Erscheinung: 23.05.2017 | DOI: 10.3936/docid202026
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Abstract
Die veränderten Versorgungsbedarfe im pflegepraktischen Handlungsfeld fordern eine Neuund Umverteilung pflegerischer Aufgaben. Pflegerische Kompetenzprofile sollten angepasst werden, um die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung zu optimieren. In diesem Zusammenhang stellt die generalistische Pflegeausbildung auf akademischem Niveau eine Chance dar, ein möglichst umfangreiches Einsatzfeld der Pflegefachkräfte zu sichern. Vor diesem Hintergrund stellen sich die Fragen, welche Anforderungsprofile aus Sicht der Pflegepraxis erwartet werden und wie generalistisch ausgebildete Bachelorabsolventen im beruflichen Handlungsfeld entsprechend ihres Qualifikationsniveaus integriert werden können. Zur Beantwortung dieser Fragestellung wurde als methodischer Zugang zum Forschungsgegenstand die qualitative Sozialforschung gewählt. Befragt wurden insgesamt 17 Praxisanleiter und Pflegefachkräfte in fünf Gruppendiskussionen. Die Auswertungsstrategie orientierte sich an der Inhaltsanalyse nach Mayring. Die Ergebnisse verdeutlichen den Bedarf einer Berufsfeldbeschreibung für akademische Pflegefachkräfte. Insbesondere mit Blick auf die Kompetenzen wird eine hohe Handlungskompetenz von den Absolventen erwartet. Im Vergleich zu traditionell ausgebildeten Pflegefachkräften werden gesteigerte personelle, fachliche und methodische Kompetenzen mit dem Studium impliziert. Eine Stärkung der beruflichen Kompetenzen verbunden mit dem Professionalisierungsbestreben der Pflegeberufe in Deutschland soll sich in der pflegerischen Ausbildung widerspiegeln, um den neuen Versorgungsaufgaben gerecht zu werden. Fortund Weiterbildungsprogramme, die auf eine Stärkung der beruflichen Kompetenzen abzielen, lassen eine Qualitätssteigerung im pflegepraktischen Handlungsfeld erwarten.
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