Autor*innen: Gerd Gräfe, Sebastian Koch | Zeitschrift: Pädagogik der Gesundheitsberufe, Hungen | Jahrgang: 22 | Heft: 8 | Seiten: 1 bis 1 | Erscheinung: 27.08.2019 | DOI: 10.3936/30000-1668
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Abstract
Zum derzeitigen Zeitpunkt bestehen kaum belastbare Daten, aufgrund derer eine wissenschaftliche Betrachtung von erweiterten Versorgungsmaßnahmen hinsichtlich handlungskompetenter Durchführung durch Notfallsanitäter1 möglich ist. Ziel der vorliegenden Untersuchung war es zu prüfen, inwieweit ein OSCE-Verfahren im Rettungsdienst geeignet erscheint, die gesetzlich geforderten beruflichen Handlungskompetenzen mit adäquaten Instrumenten zu gewährleisten. Die empirische Untersuchung wurde als prospektive Studie in der Fortbildung von Rettungsdienstpersonal geplant und im Rahmen eines Projektsemesters im Herbst 2015 an der Westsächsischen Hochschule Zwickau durchgeführt. Hierbei wurden N = 37 Studienteilnehmer in sechs Prüfungssatationen nach den jeweiligen SOPs geprüft. Jede Prüfungstation wurde nach dem OSCE-Verfahren durch eingewiesene Prüfer kontrolliert und ausgewertet. N = 32 (86, 5 %) der Teilnehmer benoteten den gesamten OSCE-Test im Fragebogen mit der Schulnote 2 und n = 5 (13, 5 %) der Teilnehmer mit der Schulnote 1. N = 35 (94, 5 %) der Teilnehmer gaben an, dass ein OSCE-Verfahren einen durchweg positiven Nutzen für den Beruf darstellt und den Transfer in die Praxis fördert. Für n = 22 (59, 5 %) der Studienteilnehmer stellt das OSCE-Verfahren einen generellen Zugewinn in der Ausbildung zum Notfallsanitäter dar. Das OSCE-Verfahren kann ein Teil der Kompetenzund Qualitätssicherung darstellen. Der Kern der beruflichen Handlungskompetenz bildet die Fähigkeit zum eigenständigen Denken als Ausdruck moralischer und intellektueller Reife sowie zur Übernahme von Verantwortung für das eigene Handeln. Die Lösung neuer Probleme wird als leichter empfunden, je ähnlicher sich die Prüfungsund beruflichen Handlungssituationen darstellen.
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