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Neue Medien in Bildungskontexten von Mitarbeitern aus der Gesundheitsund Krankenpflege. Ein rekonstruktiver Zugang zu berufsbezogenen (medialen) Lernhaltungen

Autor*innen: Anna-Maria Kamin   |   Zeitschrift: Pflegewissenschaft, Hungen   |   Jahrgang: 13   |   Heft: 12   |   Seiten: 1 bis 1   |   Erscheinung: 01.12.2010   |   DOI: 10.3936/1057


Abstract

Der Beitrag stützt die These, dass das Lernen mit Neuen Medien für die Mitarbeiter1 in der Gesundheitsund Krankenpflege eine zunehmende Relevanz einnimmt, wobei Fragen der Integration dieser digitalen Lernsettings in Bildungskontexte abhängig sind von beruflichen Anforderungen, Bildungshintergrund und biografischen Lernerfahrungen. Diese Zusammenhänge sind bislang unzureichend geklärt und bedürfen einer empirischen Zugangsweise. Hinweise geben die ausgewählten Ergebnisse einer qualitativen Interviewstudie. Das erkenntnisleitende Interesse der Studie ist, wie berufsrelevantes Lernens in der Gesundheitsund Krankenpflege praktiziert wird und welche Bedeutung den (Neuen) Medien in diesem Zusammenhang zukommt. Anhand von drei ausgewählten Falldarstellungen, herausgearbeitet in Anlehnung an die dokumentarische Methode der Interpretation, werden handlungsleitende Orientierungen und typische Grundhaltungen für berufsbezogene Lernprozesse aufgedeckt. So kennzeichnet die Berufsgruppe das Bedürfnis nach sozialen Lernformen. Diese bieten bislang nur eingeschränkte Anknüpfungspunkte für digitale Lernformen, wie die Aussagen der Interviewpartner aufzeigen. Der kollegiale Austausch, Präsenzveranstaltungen und traditionelle Lernmedien wie Bücher und Fachzeitschriften dominieren derzeit den Wissenserwerb für die Zielgruppe. Abhängig von den individuellen Medienkompetenzen, spielen auch die Neuen Medien eine zunehmende Rolle im Arbeitsund Lernprozess. Generationsbedingte Medienerfahrungen üben dabei nicht den entscheidenden Integrationsfaktor aus – so die bisherigen Ergebnisse. Vielmehr sind die vielschichtigen beruflichen Anforderungen, mit denen die Pflegenden im Arbeitsalltag konfrontiert sind, handlungsleitend für Medienaneignungsprozesse. In Bezug auf die zukünftige Gestaltung von Fortund Weiterbildungsmaßnahmen für die Zielgruppe gilt es nun zu bedenken, wie diese Bedürfnisse praktikabel umgesetzt werden können und Rahmenbedingungen für digitale Lernformen gestaltet werden können.


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