Autor*innen: Daniela Händler-Schuster, Michael Schulz, Johann Behrens | Zeitschrift: Pflegewissenschaft, Hungen | Jahrgang: 14 | Heft: 7 | Seiten: 1 bis 1 | Erscheinung: 01.07.2011 | DOI: 10.3936/1098
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Abstract
Da bislang keine empirischen Ergebnisse zur Funktion der Hausmutter vorliegen, soll mit einer qualitativen Untersuchung, die dem Stil der Grounded Theory folgt, herausgefunden werden, wie sich die Hausmutter-Funktion in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts in der Interaktion mit Bewohnern gestaltete und welche Bedeutung ihr zugeschrieben wurde. Es konnten insgesamt neun Hausmütter und acht Hausväter für ein Oral-History-Interview (n = 17) gewonnen werden. Anhand der Ergebnisse konnten drei Phasen der Hausmutter-Funktion definiert werden, von denen im vorliegenden Bericht die zweite Phase: „Sich als Hausmutter verwirklichen – umgesetzte Macht und Herrschaft“ fokussiert wird. Die Ergebnisse zeigen, dass Hausmüttern mit der Kernkategorie: „Macht und Herrschaft“ ein großes Potential oblag, Entscheidungen für die im Haus Lebenden zu treffen, was sich anhand von Machtformen und Stabilisierungsformen der Macht veranschaulichen lässt. Vielfach haben sich Hausmütter eingesetzt, Bedingungen für eine bessere Pflege zu verändern. Die Ergebnisse der Studie können helfen, gemeinschaftliches Leben zu reflektieren, da die Phänomene „Macht und Herrschaft“ in der pflegerischen Versorgung bis heute an Aktualität nicht verloren haben.
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