Autor*innen: Barbara Hürlimann, Josi Bühlmann, Edith Trachsel, Marika Bana, Irena Anna Frei | Zeitschrift: Pflegewissenschaft, Hungen | Jahrgang: 14 | Heft: 9 | Seiten: 1 bis 1 | Erscheinung: 01.09.2011 | DOI: 10.3936/1102
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Abstract
Dekubitus ist ein häufiges Problem und kann zu unnötigem Leiden, längerem Spitalaufenthalt, Steigerung von Mortalität und Kosten führen. Daher ist die Dekubitusprophylaxe eine wichtige Intervention im Pflegealltag. In vielen Institutionen existieren Richtlinien dazu, die systematisch und zeitnah an neue Erkenntnisse angepasst werden müssen. Eine Gruppe von Pflegeexpertinnen hat darum die wissenschaftlichen Grundlagen zur Dekubitusprophylaxe bei erwachsenen Patienten im Akutund Langzeitbereich aufgearbeitet. Aufbauend auf zwei Guidelines des National Institute for Clinical Excellence wurde eine systematische Literatursuche zur Dekubitusprophylaxe durchgeführt und 60 relevante Artikel bearbeitet. Die Grundlagen der Dekubitusprophylaxe sind umsichtiges Beobachten, Entscheiden und Intervenieren. Die Einschätzung des Dekubitusrisikos beinhaltet die Erfassung mit einem standardisierten Instrument, die klinische Beurteilung des Patienten und eine Beurteilung des Hautzustandes. Zudem sind Druck, Reibung und Scherkräfte zu vermeiden und eine gute Druckentlastung durch Bewegung, Lagerung sowie druckentlastenden Materialien zu gewährleisten. Erforderlich ist eine klare, zeitnahe Dokumentation von Hautzustand und Interventionen. Pflegende benötigen fundiertes Fachwissen und klinische Expertise zur Einschätzung des Dekubitusrisikos und zu wirksamen prophylaktischen Interventionen. Zur Gewährleistung der pflegerischen Versorgung ist eine gezielte Schulung der Pflegefachpersonen unerlässlich. Die Sicherstellung der Kontinuität kann mit einer sorgfältig und vollständig geführten Dokumentation wesentlich unterstützt werden.
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