Autor*innen: Sascha Georgy, Beate Blättner, Henny Annette Grewe | Zeitschrift: Pflegewissenschaft, Hungen | Jahrgang: 15 | Heft: 1 | Seiten: 1 bis 1 | Erscheinung: 01.01.2012 | DOI: 10.3936/1127
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Abstract
Als eine Folge des Klimawandels wird die Zunahme der Häufigkeit und Schwere von Extremwetterereignissen prognostiziert. Dies gilt für Hitzeperioden, bedingt auch für Unwetter. Zeitgleich ist der demografische Wandel mit einer Abnahme der Bevölkerungsdichte in ländlichen Regionen und einer Zunahme des Anteils hochaltriger und pflegebedürftiger Menschen verbunden. Die Wege der Pflegedienste werden weiter, die Abfederung einer Versorgungslücke durch das soziale Umfeld schwieriger. In ländlichen Regionen kann damit die Aufrechterhaltung ambulanter pflegerischer Versorgung bei Unwetterereignissen ein Problem darstellen. Die nachrangige Sicherung regionaler Verkehrsverbindungen wirkt erschwerend.Um geeignete Anpassungsmaßnahmen exemplarisch für zwei nordhessische Regionen zu entwickeln, wurden 27 explorative Interviews und 6 Gruppendiskussionen mit Pflegediensten, Leistungsträgern, kommunal Verantwortlichen und Pflege-Expertinnen (N=57) geführt. Die Auswertung erfolgte im Stil der Grounded Theory. Es konnte ein Maßnahmenbündel entwickelt werden, dessen Kernpunkte regionale Frühwarnung, Versorgungstriage, Anpassung der Einsatzplanung und Kooperationen mit anderen Diensten sind. Ein Hindernis in der Umsetzung scheint mangelnde Sensibilität bei Pflegediensten wie kommunalen Verantwortungsträgern zu sein, obwohl Erfahrungen mit der Beeinträchtigung der Versorgung aufgrund von Witterungsverhältnissen vorliegen. Die Verantwortungslast scheinen die Pflegedienste zu tragen. Ein entsprechendes Krisenmanagement für alle Formen von vergleichbaren Beeinträchtigungen wäre sinnvoller Bestandteil des Qualitätsmanagements der Dienste.
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