Autor*innen: Andreas Parthum, Martin Staudigel | Zeitschrift: Pflegewissenschaft, Hungen | Jahrgang: 15 | Heft: 3 | Seiten: 1 bis 1 | Erscheinung: 01.03.2012 | DOI: 10.3936/1140
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Abstract
Negative gesundheitliche Auswirkungen von Nachtarbeit sind gut dokumentiert. Darüber hinaus waren für uns unmittelbare Effekte auf die subjektive und objektive Leistungsfähigkeit von Interesse. Ziel der Arbeit war es, den Verlauf der Leistungsfähigkeit während der Nachtschicht Pflegender zu untersuchen und mögliche Einflussfaktoren zu identifizieren. An einer quantitativen Beobachtungsstudie auf zwei Intensivstationen nahmen 42 Pflegende teil. Während ihres Nachtdienstes wurden zu drei Zeitpunkten die subjektive Leistungsfähigkeit in den Teilbereichen Wachheit, Motivation, körperliche und geistige Leistungsfähigkeit sowie psychische Belastbarkeit jeweils auf einer sechsstufigen Skala eingeschätzt und anschließend ein Konzentrationstest durchgeführt. Im Test mussten in 90 Sekunden bestimmte Ziffernkonstellationen in einer Zahlenmatrix markiert werden. Die Anzahl der Markierungen und der prozentuale Fehleranteil spiegeln die objektive Leistungsfähigkeit zu jedem Messzeitpunkt wider. Als mögliche Einflussfaktoren wurden das Alter, die Station, die Einstellung zum Nachtdienst sowie die Inanspruchnahme der Pause erfasst. Eine Varianzanalyse mit Messwiederholung zeigte eine signifikante Reduktion der subjektiven Leistungsfähigkeit. Die objektive Leistungsfähigkeit veränderte sich nicht signifikant. Auf die subjektive Leistungsfähigkeit hatten der Faktor Station sowie der Faktor Einstellung zum Nachtdienst signifikanten Einfluss. Trotz schwindender subjektiver Leistungsfähigkeit sind Intensivpflegende in der Lage, im Nachtdienst Leistungen mit hoher Konzentration auszuführen.
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