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Bedürfnisse und Bedürfniserfüllung von Angehörigen auf der Intensivstation - Eine Wiener Pilotstudie an mehreren Krankenhäusern

Autor*innen: Martin Nagl-Cupal, Isabella Hager, Martina Mitterer, Hanna Mayer, Sabine Köck   |   Zeitschrift: Pflegewissenschaft, Hungen   |   Jahrgang: 15   |   Heft: 4   |   Seiten: 1 bis 1   |   Erscheinung: 01.04.2012   |   DOI: 10.3936/1147


Abstract

Vorliegende Studie hatte zum Ziel, Bedürfnisse und das Ausmaß ihrer Erfüllung von Angehörigen auf der Intensivstation mittels eines Selbstausfüll-Fragebogens an vier Spitälern zu erheben (n=296). Die Faktorenanalyse ergab eine Zuteilung der Items zu sechs Dimensionen: Empathie, Unterstützung sein, Unterstützung erfahren, Wissen, Kommunikation und Besuchsregelung. Alle Dimensionen weisen eine vergleichsweise hohe Wichtigkeit auf, wenngleich Bedürfnisse rund um Empathie, Kommunikation und Wissen als am wichtigsten und auch als am besten erfüllt angesehen werden. Bei hoher Wichtigkeit weniger gut erfüllt, sind Bedürfnisse rund um die Dimensionen Besuchsregelung sowie Unterstützung sein, d.h. die Möglichkeit, als angehörige Person selbst für das kranke Familienmitglied da sein zu können. Bedürfnisse und deren Erfüllung verlaufen parallel und hängen wechselseitig stark zusammen. Alter und Migrationshintergrund wirken sich negativ auf die Bedürfniserfüllung in allen Dimensionen aus. Das hohe Maß der Bedürfniserfüllung kann als Qualitätsindikator der Pflege interpretiert werden, wenngleich soziale Erwünschtheit und das Abhängigkeitsgefühl von Pflegenden die positiven Ergebnisse stark mit bedingen können.


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