Autor*innen: Manfred Schnabel | Zeitschrift: Pflegewissenschaft, Hungen | Jahrgang: 17 | Heft: 7 | Seiten: 1 bis 1 | Erscheinung: 01.07.2014 | DOI: 10.3936/1263
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Abstract
Der folgende Text versteht sich als Beitrag zur aktuellen sozialund pflegewissenschaftlichen Debatte um die Bewertung und Behandlung der senilen Demenz. Er vertritt die These, dass ihre aktuelle Deutung als Krankheit lediglich den vorläufigen Endpunkt einer ganzen Reihe unterschiedlicher Interpretationen darstellt und dass sich deren Abfolge vor allem gesamtgesellschaftlichen Entwicklungen verdankt. Um dies zu verdeutlichen, wird die Geschichte des Morbus Alzheimer einer historischen Kontextualisierung unterzogen. Die Untersuchung orientiert sich an den Analysen des französischen Philosophen Michel Foucault zum Wechselverhältnis von Wissen und Macht im wissenschaftlichen Diskurs. Sie stützt sich außerdem auf bekannte historische Studien und aktuelle zeitkritische Analysen. Dabei kann gezeigt werden, dass auch die aktuellen Versuche einer „Demedikalisierung“ der Demenz als Ausdruck zeitgeschichtlicher Krisen und daran anschließender Politikwechsel gelesen werden können.
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