Autor*innen: Stefan Schmidt, Christiane Luderer | Zeitschrift: Pflegewissenschaft, Hungen | Jahrgang: 17 | Heft: 11 | Seiten: 1 bis 1 | Erscheinung: 01.11.2014 | DOI: 10.3936/1274
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Abstract
Hintergrund: Mit dem Pflege-Weiterentwicklungsgesetz wurde die Schaffung von Pflegestützpunkten ermöglicht, welche eine wohnortnahe Beratung, Versorgung und Betreuung sicherstellen sollen. Fragestellungen: Wie nehmen mehrfach erkrankte Nutzer/-innen von Pflegestützpunkten mit einem hohen Unterstützungsbedarf die Versorgungsorganisation, -koordination und -steuerung wahr? Welche Auswirkungen hat die am Handlungsansatz des Care und Case Managements orientierte Fallkoordination und -steuerung durch Pflegeberater/-innen auf die Klient/-innen? Inwieweit ist die Versorgung (aus der Nutzer/-innenperspektive) am Bedarf und den Bedürfnissen der Klient/-innen orientiert? Methodisches Vorgehen: Es wurde ein hermeneutisch-interpretatives Forschungsdesign gewählt. Die Datenerhebung und -analyse erfolgte explorativ. Zur Datenerhebung wurden teilstrukturierte Leitfadeninterviews mit mehrfach erkrankten Nutzer/-innen (n=8) von Pflegestützpunkten geführt. Die Analyse der Daten erfolgte in Anlehnung an die Grounded Theory. Ergebnisse: Die Ergebnisse lassen sich in zwei Hauptkategorien unterscheiden: Beziehungsgestaltung und Unterstützung. Die Beziehungsgestaltung zwischen Pflegeberater/-in und Nutzer/-in eines Pflegestützpunktes hat eine hohe Bedeutung für die interviewten Personen. Je länger sie durch die Pflegeberater/-in im Alltag, bei Krankheit oder aber auch in Krisensituationen unterstützt werden, desto intensiver und umso wichtiger erleben die Nutzer/-innen die Beziehung zwischen ihnen und den Pflegeberater/-innen. Schlussfolgerungen: Der Aufbau von Pflegestützpunkten ist vor dem Hintergrund einer steigenden Anzahl von multimorbiden Menschen folgerichtig, um auf eine individuelle, bedarfsund bedürfnisorientierte Pflege und Versorgung hinzuwirken.
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