Autor*innen: Sebastian Lindenberg, Kathleen Hirsch | Zeitschrift: Pflegewissenschaft, Hungen | Jahrgang: 18 | Heft: 7 | Seiten: 1 bis 1 | Erscheinung: 01.07.2015 | DOI: 10.3936/1304
Hinweis: Der Download des Artikels (PDF-Format) ist sofort nach dem Kauf/Zahlung möglich.
Den Download können Sie in Ihrem Kundenkonto unter https://hpsmedia-verlag.de/my/orders/ vornehmen.
Abstract
Angesichts aktueller demografischer Entwicklungen ist ein chronologisches Altern festzustellen, welches im Pflegeberuf einer doppelten Bedeutung zukommt. Durch die Zunahme der mittleren Lebenserwartung ist eine Veränderung der Pflegebedürftigkeit mit Auswirkungen auf die Arbeitsbedingungen und –belastungen stationärer Pflegekräfte festzustellen. Parallel dazu ist eine zunehmende Alterung der in der Pflege Tätigen bei gleichzeitig rückläufigen Ausbildungszahlen zu erkennen. Vor diesem Hintergrund ist zu klären, wie sich die Arbeitsbedingungen und -belastungen stationärer Pflegekräfte im altersdifferenzierten Vergleich unterscheiden. Unter der Annahme, dass ältere Pflegekräfte ein höheres Belastungsempfinden aufweisen, bildet die Bewertung der beruflichen Situation sowie die Einschätzung der psychosozialen Belastung den Kern der vorliegenden Untersuchung. Die Untersuchung erfolgte in einem Schwerpunktklinikum mit ca. 450 Betten bei jährlich ca. 25.000 stationär betreuten Patienten. Um diese Fragen einrichtungsspezifisch zu beleuchten, wurde eine empirische Untersuchung innerhalb von vier Monaten mittels eines standardisierten Fragebogens durchgeführt. Die Antworten von 168 Pflegekräften (bei nges= 306) konnten dabei ausgewertet werden, welche in zwei Altersgruppen kategorisiert wurden (A: ?40 Jahre bzw. B: ?41 Jahre). Die Ergebnisse zeigen, dass ältere Pflegekräfte gegenüber ihren jüngeren Kollegen ein geringeres psychisches Belastungsempfinden aufweisen. In der Folge muss ein an der Untersuchungseinrichtung orientiertes Alternsmanagement implementiert werden, wonach die Handlungsschwerpunkte „Betriebliche Gesundheitsförderung“, „alternsgerechte Arbeitsgestaltung“ und „Kompetenzentwicklung“ einer hohen Priorität zukommen.
Dieser Artikel ist mit einem Online-Abonnement via CareLit Complete sowie über die Rechercheoberfläche der Fachzeitschrift zugänglich.