Autor*innen: FH-Prof. Dr. Thomas Boggatz, Christine Wohlschlager | Zeitschrift: Pflegewissenschaft, Hungen | Jahrgang: 18 | Heft: 7 | Seiten: 1 bis 1 | Erscheinung: 30.07.2015 | DOI: 10.3936/1307
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Abstract
Kontakte sind ein essenzieller Bestandteil des Wohlbefindens und können bei älteren Menschen beeinträchtigt sein. Ein Einzug ins Betreute Wohnen soll dazu beitragen, entsprechende Einschränkungen zu kompensieren, doch ist bislang nur wenig über die sozialen Kontakte im Betreuten Wohnen bekannt. Diese Studie verfolgte das Ziel, die Typen der Ausrichtung sozialer Kontakte im Betreuten Wohnen zu identifizieren, und Bedürfnisse, Hindernisse und Fördernisse in Bezug auf soziale Kontakte aus der Sicht der dort Wohnenden zu bestimmen. Hierzu wurde eine qualitative Studie in zwei Einrichtungen des Betreuten Wohnens im Bundesland Salzburg durchgeführt. Die Datensammlung erfolgte mit Hilfe halbstrukturierter Leitfadeninterviews und die Auswertung orientierte sich an der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring. Es wurden fünf unterschiedliche Typen von Ausrichtungen sozialer Kontakte identifiziert: „Integrierte Bewohnerinnen“, „Neuorientierung nach Partnerverlust“, „Begrenzte Familienanbindung“, „Bewohnerinnen mit Ehepartner“ und „Außenseiter“. Diese Ausrichtungen hingen nicht so sehr von der Ausprägung des Kontaktbedürfnisses, sondern vom verfügbaren sozialen Netzwerk und seinen Veränderungen ab. Eingeschränktes Kontaktbedürfnis trug dazu bei, dass Kontakthindernisse nicht automatisch zu einem empfundenen Mangel an Kontakten führten. Bewohnerinnen mit „Neuorientierung nach Partnerverlust“ und „Begrenzter Familienanbindung“ sowie „Außenseiter“ sind dabei allerdings vulnerable Typen, bei denen das Betreuungspersonal die Möglichkeit eines Disengagements beachten sollte, um gegebenenfalls behutsam die sozialen Kontakte der Betroffenen zu fördern.
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