Autor*innen: Sabine Pieniak | Zeitschrift: Pflegewissenschaft, Hungen | Jahrgang: 23 | Heft: 2 | Seiten: 1 bis 1 | Erscheinung: 21.02.2020 | DOI: 10.3936/1695
Hinweis: Der Download des Artikels (PDF-Format) ist sofort nach dem Kauf/Zahlung möglich.
Den Download können Sie in Ihrem Kundenkonto unter https://hpsmedia-verlag.de/my/orders/ vornehmen.
Abstract
Der Umgang mit einem Demenzerkrankten hängt davon ab, ob und wie die pflegenden Angehörigen die Verhaltensänderungen verstehen und darauf eingehen können. Sie entwickeln im Laufe der Versorgung unterschiedliche Bewältigungsstrategien, die das Gelingen fördern können. Insgesamt 25 pflegende Angehörige im Alter von 49 bis 89 Jahren haben ihre persönlichen Erfahrungen zum Gelingen des Umgangs mit dem Demenzkranken in einem Interview geschildert. Alle Befragten schilderten Ärgernisse im Anfangsstadium, weil sie die Demenzsymptomatik nicht deuten konnten. Ohne kompetente Unterstützung erfolgt nur eine Bewältigung der Demenzsymptomatik, wie z. B. Ablenken bei ständiger Fragerei. Wenn die Angehörigen erkennen, dass sie durch ihr Verhalten das herausfordernde Verhalten nicht mehr beeinflussen können, entsteht oft eine Verzweiflung und Hilflosigkeit, die zu einem Abbruch des Gelingens führen. Erst wenn das herausfordernde Verhalten als ein „normales Krankheitssymptom“ verstanden wird, erfolgt ein Defizitausgleich für den Demenzerkrankten in Form von Empathie. Dies wirkt sich positiv auf das Verhalten des Erkrankten aus. Ein deutliches Ergebnis dieser Untersuchung ist, dass die pflegenden Angehörigen gerade im Anfangsstadium der Demenzerkrankung Hilfe benötigen, um die Verhaltensänderungen zu verstehen und darauf eingehen zu können.
Dieser Artikel ist mit einem Online-Abonnement via CareLit Complete sowie über die Rechercheoberfläche der Fachzeitschrift zugänglich.