Autor*innen: Heinicke, T.; Krutter, S.; Ewers, A. | Zeitschrift: Pflegewissenschaft | Jahrgang: 2021 | Heft: 5 | Seiten: 315 bis 323 | Erscheinung: 25.10.2021 | DOI: 10.3936/11892
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Abstract
Mit dem Auftreten eines Delirs im Setting der Intensivstation sind ein schlechteres Outcome, eine höhere Intensivund Krankenhausaufenthaltsdauer sowie höhere Kosten verbunden. Die präzipitierenden Faktoren für die Entstehung eines Delirs wirken am Tag und in der Nacht dauerhaft auf die kritisch kranken Patient_innen und beeinträchtigen somit den Schlaf-Wach-Rhythmus. Der daraus resultierende Schlafentzug wird als einer der entscheidendsten Risikofaktoren für die Entstehung eines Delirs beschrieben. Die Durchführung von nicht medikamentösen Maßnahmen sollte im Fokus der Behandlungsstrategie stehen. Das Ziel dieses systematischen Reviews ist die Benennung von evidenzbasierten nicht medikamentösen Strategien zur Schlafförderung im Rahmen der Delirprävention. Eine systematische Literaturrecherche wurde im Juni 2019 in den Datenbanken PubMed, CINAHL und Cochrane Library mit vorab definierten Suchbegriffen durchgeführt. Zusätzlich wurden relevante Publikationen über eine Handsuche identifiziert. Nach Anwendung der Einund Ausschlusskriterien konnten insgesamt zwölf Studien eingeschlossen werden. Die in der Literatur identifizierten evidenzbasierten Maßnahmen konnten in acht Kategorien eingeteilt werden. Als zentral erwiesen sich dabei tagsüber stimulierende und nachts schlaffördernde Maßnahmen. Die Interventionen führten zu einer Verbesserung der Schlafhygiene sowie einer Reduktion der Delirinzidenz. Die in dieser Übersichtsarbeit vorgestellten evidenzbasierten Maßnahmen könnten in einem nächsten Schritt für die Entwicklung einer komplexen Intervention nicht medikamentöser schlaffördernder Maßnahmen zur Prävention des Delirs herangezogen werden. Die Entwicklung eines
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