Autor*innen: Richter, H.-E. | Zeitschrift: Dr. med. Mabuse, Frankfurt | Jahrgang: 21 | Heft: 11 | Seiten: 25 bis 29 | Erscheinung: 01.11.1996 | DOI: 10.3936/docid39478
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Abstract
Wie immer diese Tagung verlaufen mag, ein Erfolg ist ihr schon nicht mehr zu nehmen: das ist der in diesem Maße unerwartete Zuspruch von Interessenten. Er läßt sich hoffentlich als ein Zeichen dafür interpretieren, daß endlich die Verdrängung eines zutiefst beschämenden Anteils der Geschichte des ärztlichen Berufsstandes schwindet. Schon daß sich der diesjährige Ärztetag erstmalig dazu aufrafte, sich selbstkritisch mit dem Beitrag deutscher Ärzte zu den Unmenschlichkeiten des Nationalsozialismus zu befassen, war ein ermutigendes Zeichen. Das Bedürfnis nach offener Konfrontation mit dem Geschehenen meldet sich unabweisbar, seitdem diejenige Generation allmählich abtritt, die aus Uneinsichtigkeit, Scham oder Angst die Vergangenheit nicht beredet haben wollte.
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