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Den Schüler abholen … aber wie? Coachen, beraten, therapieren?

Autor*innen: Prof. Dr. Roswitha Ertl-Schmuck, Wilma Mildner   |   Zeitschrift: Pädagogik der Gesundheitsberufe, Hungen   |   Jahrgang: 19   |   Heft: 3   |   Seiten: 1 bis 1   |   Erscheinung: 10.03.2016   |   DOI: 10.3936/30000-40


Abstract

Die Gründe für die zunehmende Aufmerksamkeit von Schülercoaching und Lernberatung sind vielfältig und u. a. auch in den gesellschaftlichen Entwicklungen zu sehen. Hier sind insbesondere Individualisierungsprozesse, Pluralisierung der Lebensund Wissensformen sowie Änderungen in der beruflichen Arbeitswelt zu nennen, die durch Komplexität der Aufgabenbereiche, Rationalisierung und Technologisierung sowie Globalisierung von Märkten und einer Menge an zu verarbeitenden Informationen hervorgerufen werden (Ertl-Schmuck/Fichtmüller 2 9, S. 39). Damit diese Anforderungen bewältigt werden können, bedarf es der Entfaltung von Selbstlernkompetenz, um so im gegenwärtigen Beschäftigungssystem bestehen zu können. Wie diese Kompetenz in schulischen Bildungsprozessen gefördert werden kann, dazu gibt es in vielen pädagogischen Publikationen eine Fülle an methodischen Anregungen. Der Blick richtet sich dabei auf das Lernsubjekt und dessen Begleitung im Lernprozess. So erstaunt es nicht, dass Begriffe wie Schülercoaching und Lernberatung im pädagogischen Kontext Hochkonjunktur haben. Allerdings ist dabei auch eine undifferenzierte und teilweise synonyme Verwendung im berufspädagogischen Kontext zu konstatieren. Wie das Begriffsverständnis für das jeweilige didaktische Handlungsfeld ausdifferenziert wird und welcher theoretische Rahmen diesen Begriffen zugrunde liegt, wird nur bedingt offengelegt. Das Ziel des Beitrages ist eine begriffliche und theoretische Sensibilisierung zu initiieren und einen Einblick in das pädagogische Handlungsfeld Schülercoaching und Lernberatung zu ermöglichen. Grundzüge einer Lernberatung im pflegedidaktischen Kontext werden aufgezeigt und diskutiert. In diesem Kontext wird eine subjekttheoretische Rahmung vorgenommen, in dem der Blick nicht nur auf das selbstbestimmte Lernsubjekt gerichtet ist, sondern auch fremdbestimmte Anteile reflektiert werden, um die Widersprüche, die sich zwischen dem vergesellschafteten Subjekt und seiner Individualität ergeben, offen zulegen.


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ZIEL BERATUNG BEZIEHUNG LERNEN WAHRNEHMUNG ERLEBEN MODELL MOTIVATION LERNTHEORIE
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