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Produktive Irritationen für mehr berufswissenschaftliche Forschung – Pflegeberufegesetz und Fridays for Future.

Autor*innen: Prof. Dr. Elfriede Brinker-Meyendriesch   |   Zeitschrift: Pädagogik der Gesundheitsberufe, Hungen   |   Jahrgang: 23   |   Heft: 3   |   Seiten: 1 bis 1   |   Erscheinung: 26.03.2020   |   DOI: 10.3205/zma001219


Abstract

Einleitung: "Was nicht kontrovers ist, ist nicht der Rede wert." Das ist ein gutes Motto. Es stammt von Ralf Dahrendorf. Brandaktuell durfte man es bei Fridays for Future in Aktion erleben. Da wurden nämlich auf Demos mit selbstgemachten Schildern Kontroversen klipp und klar auf den Punkt gebracht, etwa mit „Die Dinos dachten auch, sie hätten noch viel Zeit“ oder „Weniger Asphalt“ oder etwas unverhüllter „Scheißverein“. Ich fand, wenn etwas so Folgenschweres wie der Klimawandel klar auf der Hand liegt, darf man auch mal deutlich werden. Das prägt sich gut ein und lädt auch noch die letzte Reihe zum Nachsinnen ein. Wissenschaftlerinnen ist es ja nun leider nicht vergönnt, Kontroversen mit so knappen Worten auszutragen. Das macht deren Dasein manchmal mühsam und auch langatmig. Aber andererseits dürfen sie sich für Kontroversen viel mehr Zeit nehmen und auch viel mehr Worte machen. Und so ist es nun auch hier der Fall.


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