Autor*innen: Prescher, Prof. Dr. T.; Schneider, Prof. Dr. M.; Müller, S.; Jaensch, P.; Zerth, Prof. Dr. J. | Zeitschrift: Pädagogik der Gesundheitsberufe, Hungen | Jahrgang: 6 | Heft: 7 | Seiten: 115 bis 121 | Erscheinung: 15.07.2020 | DOI: 10.3936/30000-1815
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Abstract
Im BMBF-geförderten Projekt Pflegepraxiszentrum (PPZ) Nürnberg (Förderkennzeichen: 16SV7898) wird der Einsatz moderner Technologien in der pflegerischen Versorgung erprobt und Implementierungsbedingungen und -hürden untersucht. Es soll damit die Konstitution und Konstruktion der Technikimplementierung in Pflegeeinrichtungen untersucht und konzeptionell unterfüttert werden. Widerstände gegen technische Innovationen und ihre Nutzung korrespondieren dabei insbesondere mit der vermuteten Erwartung einer Gefährdung bzw. dem möglichen Eintreten nicht einschätzbarer Konsequenzen für PatientInnen. Die Technik beinhaltet für die Pflegekräfte das Risiko, dass die eigene Kontrolle über den technischen Prozess und die daraus folgenden Konsequenzen für den pflegerischen Prozess verloren gehen könnte. Dieses Ergebnis wird hinsichtlich der pädagogischen Konsequenzen nach der Strukturmatrix zur Organisationsanalyse und -entwicklung nach Kühl (2016) diskutiert und pädagogische Ansatzpunkte für Einrichtungen abgeleitet. Mit Hilfe des Modells ist es möglich aufzuzeigen, wie Einrichtungen üblicherweise neue Techniken implementieren (Konstitution der Technikimplementierung) und welche Handlungsoptionen zu favorisieren sind, damit eine Technik, die grundsätzlich eine gute Idee zur Entlastung und Unterstützung der Pflegekräfte beinhaltet, auch zum Einsatz kommen kann (Konstruktion der Technikimplementierung).
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