Autor*innen: Köllner, H. | Zeitschrift: Pädagogik der Gesundheitsberufe | Jahrgang: 8 | Heft: 1 | Seiten: 40 bis 46 | Erscheinung: 16.03.2022 | DOI: 10.3936/30000-12072
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Abstract
Die soziale Herkunft beeinflusst den Studienerfolg. Passungsprobleme im akademischen Feld können für sogenannte Studierende in erster Generation (SEG), und hier im Besonderen Pflege-SEG, entstehen. Sechs Pflege-SEG wurden im Zuge dieser Studie mit narrativen Interviews auf ihre Erfahrungen hin befragt. Durch dieses Vorgehen wird einerseits aufgezeigt, was sie im Studium aufgrund ihres herkunftsbedingten Habitus als Hürde oder Erleichterung wahrnehmen. Andererseits erfolgt darauf basierend die Ableitung von Fördermaßnahmen für eine nachhaltige akademische Identität. Nach einer inhaltsanalytischen Datenauswertung zeigt sich, dass die Pflege-SEG das Studium mit mehr behindernden als erleichternden Faktoren in Verbindung bringen. Das beeinflusst sie in der Entwicklung ihrer akademischen Identität. Diese Effekte sind aber nicht nur auf das Studium beschränkt, sondern wirken sich darüber hinaus ungünstig auf die persönliche Karriere aus. Identitätsstiftende Maßnahmen für eine akademische Integration sollten von den Hochschullehrenden niederschwellig angeboten und durch die Hochschulen institutionell gerahmt werden.
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