Autor*innen: Reinhard Griener, Gernot Brauchle | Zeitschrift: Pflegewissenschaft, Hungen | Jahrgang: 13 | Heft: 9 | Seiten: 1 bis 1 | Erscheinung: 01.09.2010 | DOI: 10.3936/1034
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Abstract
Die professionelle Pflege und Betreuung alter Menschen in Pflegeheimen ist durch hohe physische und psychische Arbeitsbelastungen und entsprechende Auswirkungen auf die Gesundheit gekennzeichnet. Damit eng verknüpft sind vermehrt krankheitsbedingte Fehlzeiten, eine erhöhte Mitarbeiterfluktuation und die Minderung der Betreuungsqualität. Eine nachhaltige Reduktion von Belastungen und deren Folgen mittels adaptiver Stressbewältigungsstrategien ist deshalb von immanenter Bedeutung für Pflegeeinrichtungen. In einer Querschnittstudie an sieben Altenpflegeeinrichtungen (N = 283) wird dazu die dispositionelle Stressverarbeitung sowie deren Auswirkung auf Faktoren der Gesundheit untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass Altenpflegeund Betreuungspersonen in Belastungssituationen überwiegend positive Bewältigungsstrategien der Situationskontrolle (94, 9 %), der positiven Selbstinstruktion (92, 3 %) und Versuchen, die eigenen Reaktionen zu kontrollieren (84, 6 %), anwenden. Knapp die Hälfte der untersuchten Personen zeigen aber auch negative Stressverarbeitungsstrategien (54, 2 %), wie gedankliche Weiterbeschäftigung oder Selbstbeschuldigung. In Hinblick auf gesundheitliche Folgewirkungen lässt sich vor allem ein Zusammenhang zwischen der Anwendung der Strategien Reaktionskontrolle, Herunterspielen sowie aller Negativstrategien und den Ergebnisvariablen darstellen. Beispielhaft zeigt die Negativstrategie der Gedanklichen Weiterbeschäftigung einen Zusammenhang mit körperlichen und psychischen Beschwerden (rs=, 451; p
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