Autor*innen: Manuela Grieser, Christoph Abderhalden | Zeitschrift: Pflegewissenschaft, Hungen | Jahrgang: 13 | Heft: 1 | Seiten: 1 bis 1 | Erscheinung: 01.01.2010 | DOI: 10.3936/docid200106
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Abstract
Mit den Bolognaund Kopenhagener Prozessen haben viele westeuropäische Länder Reformen im (Aus-)Bildungssystem durchgeführt mit dem Ziel einer einheitlichen und marktfähigen europäischen Bildungsplattform und einem Paradigmenwechsel in der Vermittlung ausbildungsrelevanter Inhalte. In der Schweiz und in Deutschland verändert sich seither die Bildungslandschaft in der Psychiatrischen Pflege. In der Schweiz werden spezialisierte psychiatrische Grundausbildungen zugunsten generalistischer Ausbildungen abgelöst mit der Möglichkeit auf spezialisierte Nachdiplom-Ausbildungen. In Deutschland und der Schweiz werden Bildungsgänge inhaltlich umstrukturiert, um der Veränderung von Inputorientierung (Lehren durch Lehrer) hin zur Outcomeorientierung (selbstgesteuertes Lernen zum Kompetenzerwerb) zu vollziehen. Die Outcomeorientierung in der Berufsausbildung und die Nachfrage nach einem internationalen Vergleich der Berufsausbildungen lassen den Bedarf nach definierten beruflichen Kompetenzen deutlich werden. Für die psychiatrische Pflege gibt es bisher kein einheitliches Kompetenzraster. In der vorliegenden Untersuchung wird der Frage nachgegangen, über welche Kompetenzen psychiatrische Pflegefachpersonen verfügen müssen. In Experteninterviews wurden mittels der critical incident-Technik Fallerzählungen erhoben und inhaltsanalytisch ausgewertet. Es entsteht ein Kompetenzraster, welches sich in Fach-, Methoden-, Sozialund Personale Kompetenzen gliedert. Die ermittelten Kompetenzen haben Potential, in die Curriculumplanung und -evaluation sowie in die Personalentwicklung einzufließen.
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