Autor*innen: Uwe Raven | Zeitschrift: Pflegewissenschaft, Hungen | Jahrgang: 12 | Heft: 3 | Seiten: 1 bis 1 | Erscheinung: 01.03.2009 | DOI: 10.3936/docid200167
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Abstract
Das Versorgungssystem der Altenpflege wird in Zukunft vermehrt und unausweichlich eine sehr große Zahl progredient hilfebedürftiger Menschen zu betreuen haben und es steht außer Zweifel, dass zur Bewältigung dieser gesamtgesellschaftlichen Herkulesaufgabe der Rahmenbedingungen schaffende politische Diskurs ebenso vorangetrieben werden muss, wie es notwendig ist, das wissenschaftlich fundierte Problemlösungspotential des professionellen Handlungsfeldes der Altenpflege auszuweiten. Zu beiden Aspekten will der vorliegende Artikel einen Beitrag leisten. In diesem Beitrag werden nach einem einleitenden Problemaufriss zunächst noch einmal die zentralen Begriffe des von U. Oevermann entwickelten strukturalen Theoriegebäudes beschrieben und miteinander verknüpft. Diese Begriffe stellen eine grundlegende Ableitungsbasis für professionelles altenpflegerisches Handeln dar. Es folgt dann eine – mit dem strukturalen Ansatz kompatible – Ergänzung dieser Ableitungsbasis in Form einer kurzen Einführung in das sozialphilosophische Konzept der moralischen Anerkennung (A. Honneth)/Aberkennung (D. Garz). Inwieweit diese theoretischen Vorüberlegungen für die Praxis altenpflegerischen Handelns stichhaltige Relevanz besitzen, kann nur an konkreten Fällen des Pflegealltags überprüft werden. Dabei genügt es jedoch nicht, eine subsumtionslogische Beschreibung von „passenden“ Fällen durchzuführen, sondern es sind methodisch streng kontrollierte Fallrekonstruktionen anhand Authentizität beanspruchender Praxisprotokolle vorzunehmen.
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