Autor*innen: Andreas Lauterbach | Zeitschrift: Pflegewissenschaft, Hungen | Jahrgang: 12 | Heft: 2 | Seiten: 1 bis 1 | Erscheinung: 01.02.2009 | DOI: 10.3936/docid200173
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Abstract
Übergaben sind ein zentraler Bestandteil der Pflege und prägen wie nur wenige Tätigkeiten das Bild der Pflege in der Öffentlichkeit. Dennoch sind diese vergleichsweise wenig untersucht worden. Es liegen nahezu keine empirischen Arbeiten aus dem deutschsprachigen Raum vor. Paradoxerweise erlebt die heutige Diskussion zwei Schwerpunkte, die beide wenig praxisrelevant sind: Einerseits werden nach wie vor die Thesen der Vergangenheit diskutiert (beispielsweise Störungen), ohne dass diese Effekte jemals quantifiziert oder genauer untersucht worden wären, andererseits stehen Effekte der Qualitätssicherung unter dem Aspekt „Pflegevisite“ weit im Vordergrund. Von managerieller Seite her wird die Notwendigkeit von Übergaben und pflegerischen Visiten zunehmend hinterfragt, vor allem vor dem Hintergrund, dass informationelle Kontinuität durch IT-basierte Dokumentation „qua natura“ gegeben sei. Zentrale Fragen hinsichtlich der Stellung der Dienstübergabe bleiben unbeantwortet. Der folgende Beitrag untersucht das Verhältnis von Informationen in schriftlicher und mündlicher serieller Reproduktion pflegerischen Handelns. Es wird ausführlich dargelegt, dass die IT-basierte Pflegedokumentation in der Mehrzahl der Fälle nicht das pflegerische Geschehen wiedergibt.
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