Autor*innen: Marcel Sailer, Alexander Seitz, Harald C. Traue | Zeitschrift: Pflegewissenschaft, Hungen | Jahrgang: 11 | Heft: 2 | Seiten: 1 bis 1 | Erscheinung: 01.02.2008 | DOI: 10.3936/docid200321
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Abstract
Im Zuge pflegediagnostischer Anforderungen sowie der Renaissance problemorientierter Lernformen in der Ausund Weiterbildung gewinnt das fallbasierte Problemlösen nicht zuletzt in der Pflegeprofession erfreulicherweise an Bedeutung. In der Absicht, im Arbeitsfeld an konkreten, kontextbezogenen Beispielen zu lernen, erhofft man sich sowohl die Verbesserung der Analyseund Synthesefähigkeit der Pflegenden als auch die Reduktion der Transferproblematik in der Anwendung der Lösungsstrategien. Erfolgreiches Fallmanagement nimmt fachlich wie organisatorisch eine zentrale Rolle im klinischen Arbeitsprozess ein. Pflegende müssen in zeitlich engem Rahmen akute Situationen richtig einschätzen können und darauf basierend ihr Handeln ausrichten. Fallbasiertes Lernen bietet die Möglichkeit, Pflegekräfte auf diese Anforderungen in einer sehr praxisnahen Weise vorzubereiten. Ziel ist der erfolgreiche Transfer von Handlungswissen aus erlebten Fallgeschichten auf einen aktuellen Kontext. Die Vermittlung dieses Wissens durch die eigene Berufspraxis der Lernenden kann hierbei gewinnbringend durch E-Learning-Einheiten ergänzt werden, in denen Simulationen realer Situationen stattfinden. Neben der Flexibilisierung des Lernprozesses sowie dem Aufbau einer breit zugänglichen Datenbank mit Lehrfällen aus der Praxis eröffnen sich damit vor allem auch Perspektiven, den Lernenden in zeitund ressourcenkritischen Situationen zu trainieren. Durch die Anwendung einer multimedial gestützten Fallmethode mit Hilfe des Lernsystems Soon-Trainer kann das Potenzial der neuen Medien zusammen mit der Möglichkeit der Integration von Text, Bildern, Animationen und Videosequenzen genutzt werden.
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