Autor*innen: Jörg Eikamp | Zeitschrift: Pflegewissenschaft, Hungen | Jahrgang: 11 | Heft: 1 | Seiten: 1 bis 1 | Erscheinung: 01.01.2008 | DOI: 10.3936/docid200335
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Abstract
Um in einem Krankenhaus einen idealen Versorgungsprozess zu gewährleisten, ist ein mehrstufiges Behandlungskonzept elementar. Eine wichtige Versorgungszwischenstufe ist die Intermediate Care Einheit (IMC). In der folgenden Arbeit wurde versucht, eine fachlich handhabbare Abgrenzung für den IMC-Bereich zu Intensivtherapie und Normalpflege zu definieren. Darüber hinaus waren wirtschaftliche Vorteile durch diese Versorgungsstufe zu eruieren. Die Abgrenzung wurde anhand von Medical Scores und den Guidelines der Society of Critical Care Medicine für diesen Bereich untersucht. Als Datenmaterial wurden Scoreparameter von Patienten einer Anästhesiologischen Intensivtherapiestation für einen retrospektiven Zeitraum von sechs Monaten ausgewertet. Die pflegeund medizinwissenschaftliche Plausibilität der Guideline-Score-Verknüpfung wurde durch eine interdisziplinäre Expertengruppe bestätigt. Durch eine mehrstufige Datenabfrage in Bezug auf die Ausschlusskriterien konnten zwischen 140-262 von 2797 untersuchten Fällen (Belegungstage) als potentielle IMC-Patienten eingestuft werden. Abschließend wurde eine Definition für den IMC-Bereich erarbeitet, die als Arbeitsund Argumentationsgrundlage dienen soll. Es konnte festgestellt werden, dass eine kategorische Trennung schwierig ist und eine richtungweisende Abgrenzung eher zum Ziel führt. Von wirtschaftlichen Vorteilen durch die Einrichtung eines IMC-Bereiches ist implizit auszugehen, ein eindeutiger Beleg konnte jedoch nicht vorgelegt werden. Insgesamt konnten deutliche qualitative Vorteile durch die Implementierung aufgezeigt werden.
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