Autor*innen: Pia Wieteck et al. | Zeitschrift: Pflegewissenschaft, Hungen | Jahrgang: 10 | Heft: 2 | Seiten: 1 bis 1 | Erscheinung: 01.02.2007 | DOI: 10.3936/docid200414
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Abstract
In Europa findet momentan eine große Rationalisierungsdiskussion bezüglich der Gesundheitssysteme statt. Sich wandelnde Finanzierungsformen führen zu steigenden Fallzahlen, dem gegenüber steht eine Reduzierung der Krankenhausverweildauer. Eine steigende Lebenserwartung, die Chronifizierung von Krankheiten und die demographische Bevölkerungsentwicklung sind weitere Herausforderungen an die Berufsgruppen im Gesundheitswesen. Ökonomisch gesehen ist die Pflege ein großer Wirtschaftsfaktor für den Krankenhaussektor. Die Personalkosten stellen mit ca. 66% einen großen Anteil der Krankenhausgesamtkosten dar. 40% dieser Personalkosten entstehen durch das Pflegepersonal. Die Leistungen, die die Berufsgruppe der Pflegenden erbringen, bleiben aber zu großen Teilen unsichtbar und somit gezielten Auswertungen verschlossen. Daraus ergeben sich die Notwendigkeit der Darstellung von pflegerischen Leistungen und der Ergebnisqualität sowie die Forderung nach wissenschaftlich abgesicherten Pflegeinterventionen. Es werden Daten benötigt, um Personalberechnung, Kostenkalkulationen, Qualitäts-, Aufwandsund Belastungsmessungen durchzuführen und Behandlungspfade evaluieren zu können. Soll in Zukunft Leistungstransparenz durch den Einsatz einer standardisierten Pflegefachsprache möglich werden, ist die Datenqualität der Pflegeprozessdokumentationen von großer Bedeutung.
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