Autor*innen: Mechthild v. Busse | Zeitschrift: Pflegewissenschaft, Hungen | Jahrgang: 9 | Heft: 6 | Seiten: 1 bis 1 | Erscheinung: 01.06.2006 | DOI: 10.3936/docid200465
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Abstract
Die Parkinson-Krankheit ist eine neurologische Erkrankung des überwiegend höheren Lebensalters. Ihre Ätiologie ist nach wie vor unklar. Bei fortgeschrittener Erkrankung treten zahlreiche Symptome auf, welche die Lebensqualität der Betroffenen erheblich beeinträchtigen. In Deutschland gibt es bislang kaum Fachliteratur zur Pflege von Parkinson-Betroffenen. Auch in anderen Fachrichtungen sind bislang nur wenige Studien zum Krankheitserleben veröffentlicht. In sieben narrativen Interviews berichteten Betroffene über ihr Leben mit der Parkinson-Krankheit. Mittels zusammenfassender qualitativer Inhaltsanalyse konnten die zentralen Themen „den Fortgang der Krankheit spüren“, „sich unverstanden fühlen“ und „mit der Krankheit fertig werden“ ausfindig gemacht werden. Das vierte zentrale Thema „im Ungewissen sein“ ließ sich vor dem Hintergrund der beiden erstgenannten Themen entwickeln und bildet einen Kontrapunkt zum Thema „mit der Krankheit fertig werden“. Es tritt in Abhängigkeit vom Befinden der Betroffenen in unterschiedlicher Intensität in Erscheinung. Die Ergebnisse zeigen, dass sich Pflegende zum einen das Erleben der Betroffenen und ihre Lebensumstände, zum anderen ihre eigene Haltung gegenüber den Betroffenen bewusst machen müssen, um eine individuelle Pflege zu ermöglichen. Darüber hinaus sind Zeit und Ruhe wichtige Ressourcen für die Betroffenen, die genutzt werden müssen, um aktivierende Pflege sicherstellen zu können.
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