Autor*innen: Birgit Thomas, Bruno Wirnitzer, Christa Gottwald, Prof. Dr. Johann Behrens | Zeitschrift: Pflegewissenschaft, Hungen | Jahrgang: 8 | Heft: 9 | Seiten: 1 bis 1 | Erscheinung: 01.09.2005 | DOI: 10.3936/docid200543
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Abstract
Ziel der empirischen Studie war die Integration der Interventionen Schulung und Anleitung als pflegerische Aufgaben in den Stationsablauf. Hierbei wurden die Auswirkungen auf den Pflegeund Krankheitsverlauf aufgezeigt. Dabei soll erreicht werden, dass Patienten/Angehörigen notwendige Kompetenzen vermittelt bekommen, um ihre Selbstständigkeit zu bewahren, Verantwortung für die eigene Gesundheit übernehmen, um die Belastung der häuslichen Pflege besser einzuschätzen zu können. Des weitern sollten Pflegekräfte sensibilisiert werden, dass Schulung und Anleitung im Pflegeprozess Aufgaben der professionellen Pflege sind, die patientenorientiert geplant und dokumentiert Veränderungen am Patienten sichtbar machen. Im Rahmen der Interventions-/Kontrollstudie, wurden bei 87 Patienten Schulungen, Anleitung und Selbständigkeitstest durchgeführt. Insgesamt wurden 174 Patienten in die Studie einbezogen. Patienten mit eingeschränkter Mobilität nach hüftnahen Frakturen stellten die Studienpopulation dar. Patienten, die durchschnittlich 16 Tage auf der unfallchirurgischen Station geschult und angeleitet worden sind, waren erheblich selbständiger als nicht geschulte Patienten. In der häufigsten Altersklasse zwischen 77 und 84 Jahren verkürzte sich die Krankhausverweildauer um 10 Tage. Des weiteren wurde die Beziehungsgestaltung aus Sicht der Pflegenden, Patienten und Angehörigen als wichtigster Aspekt bei allen Pflegebildungsmaßnamen erlebt. Durch die Pflegeinterventionen Schulung und Anleitung kann die geplante Weiterversorgung eines Patienten im häuslichen Bereich optimiert werden. Die sozialen und pflegerischen Handlungskompetenzen von Betroffenen werden gestärkt, weil sie aktiv am Schulungsund Pflegeprozess beteiligt sind. Dadurch erhalten vor allem Angehörige mehr Sicherheit bezüglich der häuslichen Weiterversorgung und lernten Ressourcen sowie die eigenen Grenzen kennen.
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