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Wie gelangt neues Wissen in die Praxis der Pflege?

Autor*innen: Hermann Brandenburg   |   Zeitschrift: Pflegewissenschaft, Hungen   |   Jahrgang: 8   |   Heft: 9   |   Seiten: 1 bis 1   |   Erscheinung: 01.09.2005   |   DOI: 10.3936/docid200544


Abstract

Es geht in der Pflegewissenschaft nicht nur darum neues Wissen zu generieren, sondern auch Wege und Möglichkeiten aufzuzeigen, wie neues Wissen in die Praxis überführt und konkret in der täglichen Arbeit genutzt werden kann. Man könnte diese Problematik als „Theorie-Praxis-Transfer“ bezeichnen. Grundsätzlich sind alle anwendungsorientierten Wissenschaften mit dieser Thematik konfrontiert, die Pflegewissenschaft aber im Besonderen, denn sie versteht sich explizit als Praxiswissenschaft (vgl. Brandenburg et al. 2005, 2006). In dem vorliegenden Beitrag möchte ich wie folgt vorgehen2. Zunächst sollen die nationalen Expertenstandards angesprochen werden. Diese sind aus meiner Sicht wichtig und hilfreich und ein wichtiger Ansatz für den Theorie-Praxis-Transfer in Deutschland. In einem zweiten Schritt geht es mir um ein theoretisches Modell für die Umsetzung von Forschungsbefunden. Dieser Aspekt ist deswegen bedeutsam, weil man ein Implementierungsmodell, d.h. Abläufe, Verfahren und Vorgehensweisen braucht, um neues Wissen in die Praxis überführen zu können. Hierüber wird viel zu wenig nachgedacht und geforscht. In einem dritten Schritt gehe ich detaillierter auf die amerikanische Debatte ein und stelle eine Möglichkeit der Nutzung von neuem Wissen (in diesem Falle durch Forschungsbefunde) vor. Als Beispiel dienen die an der Universität von Iowa (College of Nursing) entwickelten „forschungsbasierten Protokolle“. Den Abschluss bilden Aussagen zu den Grenzen von Wissenschaft und Forschung in der Pflege alter Menschen. Ziel meiner Ausführungen ist es für eine intensive und kritische Beschäftigung mit dem Theorie-Praxis-Transfer in der Pflege zu motivieren und konkrete Hinweise für die Umsetzung von wissenschaftlichen Erkenntnissen zu geben. Insgesamt thematisiert der Beitrag ein ganz zentrales Problem der professionellen Pflege alter Menschen: Wie kann es gelingen die Praxis am „state of the art“ auszurichten und welche Schwierigkeiten sind dabei zu erwarten? copyright-notice: The Iowa-Model: Used/Reprinted with permission from Marita G. Titler, PhD, RN, FAAN, University of Iowa Hospitals and Clinics, Iowa City, IA USA. Copyright 1998


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