Autor*innen: Manfred Bönsch | Zeitschrift: Pflegewissenschaft, Hungen | Jahrgang: 8 | Heft: 1 | Seiten: 1 bis 1 | Erscheinung: 01.01.2005 | DOI: 10.3936/docid200599
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Abstract
Im Selbstverständnis herkömmlicher Lehre ist angelegt, dass ein Lehrender das Wissen und Können beherrscht, das in einem Ausbildungszusammenhang an Nichtwissende/Nicht-Könner vermittelt werden muss. Dieses Grundmuster einer Vermittlungsdidaktik ist scheinbar so selbstverständlich, dass es die Erwartungen auf beiden Seiten prägt: der/die Lehrende bereitet die zu vermittelnden Inhalte auf, hält Unterricht und Lernende geraten schnell in eine Konsumentenhaltung. Das heißt, sie warten ab, was denn da wohl kommen wird, sind über Arbeitspapiere glücklich (Hamstermentalität) und fürchten die Pfl ichtaufgaben (Referate, Hausarbeiten) wie Leistungskontrollen und Prüfungen. Und wenn die Unterrichtsstunden pro Woche hoch sind, ist vermeintlich gar nichts anderes möglich, als rezeptive und reaktive Überlebensstrategien zu entwickeln. Die Rollen sind dann gut verteilt, die Asymmetrie ist ausgeprägt, quasi eine schiefe Ebene, auf der der Wissenstransfer in die vielen Nürnberger Trichter rieselt! Diese etwas zugespitzt beschriebene Lehr-/Lernsituation ist nach allem, was wir wissen, sehr verbreitet und bestimmt zu 80-90% Unterricht. Gelernt wird, was auf den Tisch kommt!
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