Autor*innen: Michael Fischer, Thomas R. Neubert | Zeitschrift: Pflegewissenschaft, Hungen | Jahrgang: 7 | Heft: 9 | Seiten: 1 bis 1 | Erscheinung: 01.09.2004 | DOI: 10.3936/docid200627
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Abstract
Mit dem Expertenstandard „Dekubitusprophylaxe in der Pflege“ wurde in Deutschland der erste nationale Pflegestandard von einem Expertengremium erarbeitet, konsentiert, pilotiert und im Jahr 2002 publiziert. Die Implementierung des nationalen Standards im Klinikum der Philipps-Universität Marburg erfolgte durch eine interdisziplinär besetzte Arbeitsgruppe von Pflegenden, die einen klinikinternen Pflegestandard „Dekubitusprophylaxe“ auf Grundlage des nationalen Expertenstandards erarbeitet und Schulungsmaßnahmen durchgeführt hat. Die Einführung der Diagnosis Related Groups (DRG) machten eine Optimierung der Versorgungsprozesse im Krankenhaus notwendig. Es entstanden (und entstehen) so immer mehr Behandlungspfade. Diese werden an unserem Klinikum in der Regel als klinische Algorithmen dargestellt. Diese Darstellung erleichtert die Implementierung der Behandlungspfade in ein Krankenhausinformationssystem und hilft Optimierungspotentiale zu entdecken. Zur Verknüpfung dieser Behandlungspfade mit Leitlinien und Pflegestandards lag es daher nahe, diese auch als klinische Algorithmen darzustellen. Bei der Umsetzung des Pflegestandards „Dekubitusprophylaxe“ in einen klinischen Algorithmus wurde schnell klar, dass eine zusätzliche Einbindung der verschiedenen Standards, Leitlinien und Leitfäden im Zusammenhang mit dem Assessment, der Prophylaxe, der Therapie und der Dokumentation des Dekubitus eine ideale Grundlage für die Entwicklung einer workflowunterstützenden elektronischen Dekubitusdokumentation ist. Der automatisierte Abgleich der Daten aus der Pflegedokumentation mit der externen vergleichenden Qualitätssicherung (Bundesgeschäftsstelle Qualitätssicherung – BQS), die Erfassung relevanter Nebendiagnosen und die Unterstützung der Pflegeforschung sind dabei gewünschte Nebeneffekte.
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